FREIE ARBEIT | gedichte, texte, fotografie

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_FOTOGRAFIE

NOWHERE TO BE FOUND – Fotoausstellung im August 2014 in Berlin-Kreuzberg. Zu sehen waren Arbeiten die einen Moment zeigen, der das Gefühl des ‚in betweens‘ einzufangen versucht. Dabei wirken die Fotografien mit einem Format von 8×10 cm, die zumeist inmitten von einer Bewegung stattgefunden haben, wie kleinformatige Malereien. Denn die Unschärfen sind ebenso Absicht wie die durch nicht Bearbeiten der Fotografien miteinhergehende „Matschigkeit“, die sozusagen zum eigenen Duktus werden und somit das ‚im Moment sein‘ in Anlehnung an Polaroids unterstreichen sollen.

 


 

_TEXT_KOLUMNE: Der Geschmack von Rotwein auf geputzten Zähnen

Mit Humor betrachtet, ist es wie bei Loriot. Wie sonst sollte man die Unlust an einem Kurznachrichtenflirt auch anders ertragen, der sich schon mit dem bloßen Blick einer rein oberflächlich angewandten Interpretation als klare Gefühlsnullstelle offenbart? Und so zeigt sich das Debakel unterschiedlicher Herangehensweisen beim Betreten des Genres ‚elektronische Post‘ in Loriot’scher Gänze wie folgt: Ich quasi: „küssen wäre mal toll!“, er quasi: „ach guck, das Wetter ist super!“ …?!

So oder so ähnlich geht das schon seit Wochen. Im Grunde zum Lachen stünde mir nicht mein mittlerweile ausgeleierter Emotionszustand im Weg. Denn das Fazit von solch Korrespondenz fällt emphatisch betrachtet, weniger illuster aus. Auch wenn mich diese Art Antwort im Fragezeichen-Off der Unverbindlichkeit hängen lässt, habe ich sie verstanden. Klar, ich bin ja nicht blöd. Aber trotz allem Verständnis für kryptische Nachrichten, die ganze Interpretationsblasen zulassen, es gibt Momente da braucht es Konkretes. Ehrliche Antworten zu ernst gemeinten Äußerungen, die den Spielraum des ‚eventuell wahrscheinlich Möglichen‘ verlassen – egal in welche Richtung. Und nach solch Klarheit lechze ich wie ein Husky nach einem Rennen für eine Schale Wasser.

Klare Zugeständnisse oder konkrete Absagen – die Welt könnte so schön sein. Was so schwer an einer Antwort ist, die Bezug auf die vorangegangene Botschaft nimmt und in etwa so klingen könnte: “oh ja, küssen!!“ oder eben “nein, bloß nicht!!“, erschließt sich mir ebenso wenig wie die Entscheidung, eine belanglose Wettermetapher sprechen zu lassen, die das Gegenüber im emotionalen Regen stehen lässt.

(…)

Der komplette Text ist unter nachstehendem Link zu lesen: Der Geschmack von Rotwein auf geputzten Zähnen

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