text_ magic book_ vulcaneum

Dieses interaktive Buch ist magisch! Auf 8 Doppelseiten ergänzen die Animationen beim Durchblättern wie von Zauberhand die gedruckten Motive und erzählen Mythen über Vulkane.

Das schöne Konzept des Magic Books hat sich Charlotte Kaiser von IT’S ABOUT ausgedacht und zusammen mit der TRCIKFILMLOUNGE in die Tat umgesetzt. Für die Sprechertexte hat mich Karen Strempel von der Trickfilmlounge angefragt – und wir sind alle sehr glücklich mit dem Ergebnis!

Das MAGIC BOOK befindet sich als Exponat in der Daueraustellung des im Juli 2017 neu eröffneten Vulkaneums in Schotten.

Hier kann man sich die Vorschau des Magic Books anschauen: http://trickfilmlounge.de/VULKANEUM-Magic-Book

Info: 10 Kurzfilme
Konzept & Realisation: Charlotte Kaiser
Regie & Artwork: Karen Strempel
Animation: Adam Yassour
Sounddesign: Daniel Matz
Text: Rebekka Csizmazia | fallobst+TALENTE
Programmierung: Diez Roggisch
Medientechnik: Studio IT’S ABOUT
Kunde: Studio IT’S ABOUT für Missall Giess & Partner

TEXTAUSZUG:

  1. VOR ALLER ZEIT

Vulkane gibt es, seit es die Erde gibt. Aber irgendwann – und das ist eigentlich gar nicht so Lange her, haben zum ersten Mal Menschen den Ausbruch eines Vulkans erlebt. Stellt Euch das vor, wie vor vielen tausend Jahren die Menschen plötzlich spüren, dass die Erde unter ihnen bebt. Hören, wie sie rumort und dann – genau wie ihr jetzt – folgendes Schauspiel erleben. (…)

  1. Vulcanus

Vor rund 2.000 Jahren erzählten sich die Menschen viele Geschichten über die rätselhaften Feuerberge. Eine davon handelte von dem mächtigen Gott des Feuers und der Schmiedekunst: Vulcanus. Er wusste die geheimnisvolle Hitze zu nutzen, die aus dem Innern der Erde emporsteigt, um den Göttern und Halbgöttern magische Waffen, unzerstörbare Schilde und allerfeinsten Schmuck zu fertigen. War er besonders fleißig, so brach das Feuer aus der Erde hervor. Seine Werkstatt lag unter dem Berg „Vulcano“ auf einer kleinen Insel nördlich von Sizilien. (…)

  1. PELE

Auf der anderen Seite der Erde, auf Hawaii, erzählen die Menschen eine ganz andere Geschichte. Der Vulkan Kilauea, sagt man, ist die Heimat der Göttin Pele, die die Kraft hat Steine zu schmelzen und die Erde ins Wanken zu bringen. (…) Sie ist so temperamentvoll wie lodernde Flammen und gerät schnell in Zorn. Doch sie ist wunderschön – und ihr wallendes langes Haar ist aus erkalteter Lava. Wird ihr Zorn erregt, stampft sie mit den Füßen, öffnet den Krater und lässt das brodelnde Feuer frei (…) Noch heute nennt man die feinen gläsernen Lavafäden, die überall auf den hawaiianischen Inseln zu finden sind: „Haare von Pele“. Sie entstehen, wenn Lava aus der Erde herausgeschleudert und durch den Wind lang gezogen wird. (…)

 

  1. FRUCHTBARES LAND

Die Mythen um Vulkangötter sind schaurig und schön zugleich – wie die Vulkane selbst. Vulkane bringen mit ihren gewaltigen Ausbrüchen viel Unheil und können den Lebensraum von Menschen und Tieren in kürzester Zeit buchstäblich „in Asche verwandeln“. Aber so unberechenbar und zerstörerisch die feuerspuckenden Berge auch sind, so hinterlassen sie oft das fruchtbarste Land, das man sich vorstellen kann. (…) Die von Lava und Asche mit Nährstoffen angereicherte Erde beschert den Bauern die saftigsten Wiesen und üppigsten Felder. Das wissen die Menschen und siedeln sich daher immer wieder am Fuße der magischen Berge an, die Leben vernichten und auch wieder neue Lebensräume schaffen können.

 

  1. Mythen im Vogelsberg

Manchmal ist es aber auch ganz ruhig geworden um die Vulkane. Nämlich dann, wenn sie seit vielen Millionen Jahren still sind. Nichts brodelt mehr, keine Lava strömt den Berg hinunter, kein Rauch steigt empor. Die Vulkane schlafen. Als die Menschen hierher kamen, waren die Vulkane im Vogelsberg schon lange ruhig. Und sie hatten auch keine Gottheit, die über ihnen wachte, wie Vulcanus oder Pele. (…)  So, wie die Sagen vom Vogelsberg. Eine davon ist die Sage von der magischen Basaltplatte am Oberberg, wo einst zwei Waldarbeitern der Teufel erschien und mit ihnen Karten spielte. Und oben bei den engen Schluchten am Bilstein – das ist auch so ein verzauberter Ort – wohnte in den verzweigten Höhlen laut der Sagen Else von Bilstein, die dort so manchen Wanderer in die Irre führte. (…) Aber was immer auch erzählt wird, wenn ihr einen Vulkanstein findet, haltet ihn fest und schließt die Augen – ihr könnt seine Kraft ganz bestimmt spüren!

Artwork: ©Karen Strempel |trickfilmlounge.de

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